Tuesday 30.11. facebook.com
18:00 - 20:00 Thursday

Vor und Zurück - Antisemitismus eines Jahrhunderts, das nicht enden will - Winter 2021 / 22

Vor und Zurück - unsere Veranstaltungsreihe zu Antisemitismus eines Jahrhunderts, das nicht enden will, umfasst drei Vorträge:

  1. November - Fallstricke der Emanzipation. Autoritäres und Regressives in der Linken gestern und heute. Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann: http://www.facebook.com/events/440229504158837/?ref=newsfeed/

  2. Dezember - Instrumentelles Erinnern im antifaschistischen Staat? Zur Kritik der offiziellen Erinnerungskultur der DDR. Vortrag und Diskussion mit Lukas Jocher: http://www.facebook.com/events/3009390329379275/?ref=newsfeed/

  3. Januar - Ein Prozess in Prag. Das Volk gegen Rudolf Slánský und Genossen. Vortrag und Diskussion mit Jan Gerber: http://www.facebook.com/events/642981970468085/?ref=newsfeed/

Aus aktuellem Anlass und der Kritik am antisemitischen Weltbild möchte die DGB-Hochschulgruppe herzlich zu drei Vorträgen mit anschließender Diskussion einladen. Damit sei angeregt, die Debatte um die Aktualität antisemitischer Welterklärung weiterzuführen. Kritik am Antisemitismus heißt auch, um das historische Teilen antisemitischer Welterklärung von links zu wissen und antisemitische linke Ansprachen in der Gegenwart als genau so gemeinte Bedrohung zu verstehen.

Die Covid-19-Pandemie hat die Welt, den Alltag einer jeden Einzelnen verändert. Verändert hat sie auch die Ausdrucksseite antisemitischer Weltsicht. „Querdenken“ als bekanntestes Beispiel gegen Maßnahmen, Deutungen und auch wissenschaftliche Befunde hat in aller Deutlichkeit eine bereits gefürchtete Querfront real ausgeformt. Eine Querfront von sich als links und sich als rechts verstehenden Spektren und Einzelpersonen. Verschwörungserzählungen verbinden esoterische Milieus von Impfgegnerinnen, patriotischen Heimatschützerinnen mit Gruppierungen der extremen Rechten. Neben Baden-Württemberg tun sich lauthalsige und demonstrationslustige Aktivitäten ausgeprägt in Sachsen hervor.
Allgemein ereignen sich antisemitische Vorfälle in einem gesellschaftlichen Umgang des Wegsehens, Drüberhinweghörens und Weitergehens. Antisemit_innen können sich offenbar auf ein gesellschaftliches Einverständnis verlassen und wissen darum.

Mit Vor und Zurück im Winter 2021 / 22 soll der Versuch unternommen werden, Traditionen des Antisemitismus zu benennen und dabei insbesondere auf Konfrontationen im gewerkschaftlichen Spektrum, auf die DDR und auf die Kommunistische Partei der Tschechoslowakei zu blicken. Auch in dieser Gegenwart ist der links-antiimperialistisch begründete Antisemitismus, der seine Hochphase in staatssozialistischen Parteidiktaturen erlebte, nicht aus der Welt.
Antisemitismus als politische Spektren übergreifendes Phänomen möchte die DGB-Hochschulgruppe mit dieser Veranstaltungsreihe in Facetten zu beleuchten versuchen und einen kritischen Blick gerade auf das akademisch Milieu werfen, das nicht selten selbstgerecht und wohlmeinend den erklärerisch linken Zeigefinger zu heben bereit ist.

Weitere Termine
14.12.
Tuesday
18:00 Uhr
Veranstalter*innen