Saturday 23.10. facebook.com
10:00 - 17:30

Born to Sing – Empowerment Gesangsworkshop für BIPoCs

Hedwigstr. 20

Das erste was wir autonom machen, sobald wir geboren werden, ist zu schreien. Mit unserer Stimme kündigen wir laut an, dass wir existieren. Wir kommunizieren die ersten paar Jahre unseres Lebens mit lauten schrillen Tönen, bis uns gesagt wird, dass wir leiser sein sollen.
Vor allem als (queere) BIPoCs wird uns immer wieder gesagt, dass wir unsere Stimmen unterm Radar halten müssen, dass unsere Muttersprachen unangenehm laut sind – dass unsere Stimmen weniger wert sind. Dadurch entwickeln genug Menschen in unserer Gesellschaft eine dysfunktionale Beziehung zu ihrer Stimme und ihrer Seele. Das geht soweit, dass manche ihre eigene Stimme hassen lernen.
Mit diesem Workshop, wollen wir durch Gesangstechnik und musikalisches Coaching eine gesunde Beziehung zu deinem Körper als Instrument (wieder)aufbauen. Durch gesangstechnische Übungen in der Gruppe, werden physiologische Aspekte deiner Stimme verdeutlicht, um die Mythen und Stigmas zu enthüllen, die westliche Stimmbildung uns aufgedrückt hat. Der andere große Bestandteil des Workshops sind individuelle Solo-Sessions vor der Gruppe mit Vocalcoach und Pianist*in. Hier arbeiten wir mit jede*r Sänger*in an mindestens einem Song deiner Wahl, um musikalisch zu üben Raum durch die Stimme einzunehmen. Es wird auch Frage – und gesangsphilosophische Gesprächsrunden geben, wo wir uns über Empowerment durch Stimme und Gesang austauschen können.
Referent: Anh Khoa Tran, Vocalcoach und Gesangslehrer

Anmeldung über: jugendstil-projekt.de/veranstaltungen (monatsblatt) oder https://jugendstil-projekt.de/selbstdefinition-und-visuelle-identitaet-entwicklung-und-gestaltung-eines-erscheinungsbildes/ (newsletter) Workshop richtet sich an junge Menschen zwischen 14 und 27 Jahren mit internationaler Geschichte (eigene oder familiäre Migrations- oder Fluchtgeschichte bzw. Selbstbezeichnung als BIPoC, Schwarze Deutsche, Sintizze und Romnja, jüdisch, muslimisch), die in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt, Sachsen, Brandenburg oder Thüringen leben.

Veranstalter*innen
Pöge-Haus e.V.
Das Pöge-Haus ist ein offener Raum für vielfältige kulturelle und gesellschaftliche Projekte. Wir unterstützen gesellschaftliches Engagement und setzen uns für ein offenes, vielfältiges, ökologisches und soziales Zusammenleben im Stadtteil, in der Stadtgesellschaft und darüber hinaus ein. Dabei möchten wir gesellschaftliche Konfliktlinien offen legen und diskutieren. Verankert in der Leipziger Neustadt begleiten wir kritisch die Wandlung von Gesellschaft und Stadt, indem wir Kultur, Politik und Stadtteilarbeit verknüpfen. In unseren Projekten setzen wir einen Schwerpunkt auf selbstbestimmte Beteiligung und Bildung. Hier sollen unterschiedliche Formate zur Auseinandersetzung mit Vielfalt und kollektiver Ermächtigung ausprobiert und getestet werden.