10:00 - 10:00 Freitag

Mein Geld ist dein Geld?!

Viele Gruppen und Zusammenhänge wollen solidarisch mit Geld umgehen. Die politische Forderung nach Umverteilung soll auch im Kleinen gelebt und erprobt werden. Häufig geht es bei den Auseinandersetzungen dazu ganz schön ans Eingemachte und es bleibt oft ein unwohles Gefühl zurück. Das Thema Geld ist mit vielen Tabus besetzt und gerade wenn das eigene Geld zur Disposition steht, wird es sehr persönlich. Wie kommen wir aber zu einem konstruktiven Umgang mit diesem Thema, sodass solidarische Konzepte auch langfristig funktionieren?

In dem 2 – tägigen Workshop wollen wir uns verschiedene Ebenen anschauen. Es wird einmal darum gehen, wie wir biografisch zum Thema Geld geprägt wurden. Außerdem wird es um die kulturelle Dimension gehen und darum, wozu das Thema so tabuisiert wird. Letztlich spielen natürlich auch strukturelle Themen rein. Hier werden wir besonders auf Macht und Ohnmacht eingehen.

Wir haben zum Ziel, dass ihr damit in Kontakt kommt, was das Thema mit euch selbst zu tun hat. Wir sind der Überzeugung, dass wir nur dann einen konstruktiv, solidarischen Umgang mit Geld haben werden, wenn wir uns selbst in die Auseinandersetzungen einbringen können, mit unseren ganz persönlichen Themen. Dafür wollen wir in diesem Workshop den Anfang machen. In einem geschützten Erfahrungsraum, probieren wir uns aus. Mit Methoden aus Gestaltpädagogik, Biografiearbeit und systemischer Beratung gestalten wir die 2 Tage abwechslungsreich und interaktiv.

Anmeldung unter

Kontakt[ät]prozesswerkstatt-leipzig.org

Kosten

Für Selbstzahler*innen: 40-100 € am Tag

Für andere Teilnehmende*: 100 € am Tag

sprecht uns bitte an, falls Geld einen Hinderungsgrund darstellen sollte.

* z.B. Bundesfreiwillige oder Personen, die den Workshop von ihrer Arbeitsstelle gezahlt bekommen.

Anmerkung [C. // trichter]
Hier scheint ein Mindestpreis für die Teilnahme festgelegt zu sein, was erstmal eigentlich nicht tauschlogikfrei ist und damit den Kriterien für trichter Veranstaltungen widerspricht. Das Angebot mit den Veranstalter*innen ins Gespräch über eine geldfreie Teilnahme zu kommen kann für Menschen mit wenig finanziellen Mittel eine große Hürde darstellen. Die Gruppe macht sich aber durchaus Mühe es für alle Menschen möglichst inklusiv zu gestalten und Bedürfnisse von Menschen zu hören um auf diese einzugehen. Denk gerne darüber nach ob es für dich "tauschlogikfrei" ist. Wir finden: Es ist definitiv ein emanzipatorischen Ansatz, den wir unterstützenswert finden!

Das "Kleingedruckte"

Die Seminare sind auf 12 Teilnehmende beschränkt.

Uns ist es wichtig, mit euren Anmeldungen rechnen zu können. Eine Form der Wertschätzung ist für uns, dass ihr uns rechtzeitig absagt, falls ihr doch nicht teilnehmen könnt oder wollt. Falls ihr sehr spät absagt, (weniger als zwei Wochen vor Seminarbeginn) erheben wir eine Gebühr von 25 € pro Seminartag.

Veranstalter*innen
ProzessWerkstatt
Die Prozesswerkstatt ist ein emanzipatorisches Bildungs- und Beratungskollektiv. Wir haben das Ziel, die Fähigkeit zu kooperativer Kommunikation und konstruktiver Konfliktbearbeitung von Initiativen, Vereinen, Gruppen und Teams zu verbessern, die für eine sozial und ökologisch gerechtere Gesellschaft eintreten. Um dieses Ziel zu erreichen, bieten wir Workshops und Gruppenprozessbegleitung an. Außerdem erforschen, sammeln und entwickeln wir Methoden und Inhalte, die Gruppen und Teams dabei unterstützen Konflikte gemeinsam Konflikte zu bearbeiten und konstruktiv zusammen zu arbeiten.